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Blasinstrumente

In der Klasse der Blasinstrumente sollen exemplarisch Trompete, Flöte und Saxophon näher unter die Lupe genommen werden.

Die Flöte steht für die Unterkategorie der Holzblasinstrumente. Sie ist eines der ältesten Instrumente der Welt. Funde von zu Blasinstrumenten umfunktionierten Tierknochen aus prähistorischer Zeit belegen dies eindrucksvoll. Zu den bekanntesten Flötenarten zählen die Block- und die Querflöte.

Bei der Blockflöte entsteht der Ton durch eine Kombination des durch das Mundstück der Flöte, den sogenannten Schnabel, geblasenen Luftstroms und der mit Fingern der rechten und linken Hand halb oder ganz zugedeckten Löcher - sieben auf der Vorderseite, ein Daumenloch auf der Rückseite der Flöte. Auf diese Weise bietet die Flöte eine Bandbreite von ca. zwei Oktaven. Die Flöte lässt sich durch Auseinanderziehen oder Ineinanderschieben von Kopf- und Mittelstück nur geringfügig höher oder tiefer stimmen.

Dass die meist silbern schimmernde Querflöte ebenfalls zu den Holzblasinstrumenten gehört, verwundert zunächst. Die Kategorisierung ist allerdings historisch bedingt: Bis vor etwa 60 Jahren wurde die Querflöte aus Holz gefertigt. Heute werden Metalle zur Herstellung verwendet. Die Querflöte besteht aus drei Teilen, dem Kopfstück mit dem Anblasloch, dem Mittel- und dem Fußstück. Das Instrument wird nach rechts gehalten. Töne entstehen, indem der Luftstrom - ähnlich wie bei der Erzeugung von Tönen an einem Flaschenhals - an einer Kante gespalten wird. Im Gegensatz zur Blockflöte zieren bei der Querflöte Klappen die Löcher. Dank eines Polsters liegen die Klappen im Ruhezustand luftdicht am Loch an. Die Querflöte kann durch Auseinanderziehen oder Ineinanderschieben von Kopf- und Mittelstück wie die Blockflöte nur minimal umgestimmt werden. Die Querflöte in ihrer modernen Form haben wir dem Münchner Flötenbauer und Flötisten Theobald Böhm (1794-1881) zu verdanken. Daher spricht man auch von der Böhmflöte.

Was Böhm für die Querflöte, das repräsentiert Adolphe Sax für das Saxophon. Der Belgier Sax erfand 1840 mit dem Saxophon ein weiteres Instrument der Kategorie Holzblasinstrumente, das mit seinem versilberten oder vergoldeten Messing-Korpus scheinbar nicht in diese Kategorie zu passen scheint. Die Einordnung verdankt das Instrument lediglich einem Blatt ("Reed") aus Schilfrohr, das vor dem Spielen angefeuchtet und im Mundstück platziert werden muss. Das Saxophon besteht aus eben jenem Mundstück, einem verbindenden Bogen und dem Korpus. Wie bei der Querflöte zieren gepolsterte Klappen die Löcher. Das Instrument ist in klassischen Ensembles gebräuchlich, begann seinen eigentlichen Siegeszug aber erst mit dem Einsatz in amerikanischen Jazz Combos. Seitdem ist es so "in", dass sogar amerikanische Präsidenten (siehe Clinton) sich ihrer Spielfertigkeit brüsten. Das Saxophon ist ein typisches Soloinstrument, dessen angenehmer Klang nicht im begleitenden Hintergrund untergeht.

Auch die Trompete, die für die Unterkategorie der Blechblasinstrumente steht, kann wie die Flöte auf eine lange Historie zurückblicken. Schon die alten Ägypter benutzten Trompeten, wie Funde aus der Zeit um 1340 v. Chr. belegen (z.B. aus dem Grab des ägyptischen Königs Tutanchamun). Die Trompete wurde über weite Strecken weniger als Melodieinstrument als als Signalmittel (z.B. Türmer, militärische Kommandos, Jagdkommandos...) geschätzt. Allein durch die unterschiedliche Lippenspannung beim Blasvorgang lässt sich eine Reihe von Naturtönen erzeugen. Ventile und Zusatzrohre erweitern die tonale Bandbreite. Je nach Art des Ventils unterscheidet man Jazztrompeten (Pumpventil) von klassischen Trompeten (Drehventil). Wie der Begriff "Jazztrompete" schon erkennen lässt, kommt die Trompete u.a. in der Unterhaltungsmusik zum Einsatz. Aber auch in klassischen Orchesterarrangements und Solis gehört die Trompete zum Standard.

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