Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt

Saiteninstrumente: Streichinstrumente

Zur ersten Kategorie der Saiteninstrumente gehören u.a. Violine, Viola und Violoncello. Wie die enge namentliche Verwandtschaft bereits erkennen lässt, gehören die drei Instrumente einer Familie an, der Violen-Familie, die im 16. Jhd. gebräuchlich wurde.

Die Violine - auch Geige genannt - ist das kleinste und am hellsten ertönende Instrument der Gruppe. Die Viola, oder Bratsche, ist massiver und erklingt eine Quinte tiefer.

Das Cello setzt noch eine Oktave tiefer an als die Bratsche und ist gar so groß, dass es nicht mehr - wie Geige oder Bratsche - zwischen Schulter und Kinn fixiert werden kann, sondern zwischen den Beinen am Boden abgesetzt werden muss.

Die Konstruktion der drei Instrumente ist nahezu identisch: Auf einem Klangkörper finden sich der Saitenhalter, an dem vier Saiten fixiert sind, der Steg, über den die vier Saiten gespannt werden, und das Griffbrett, über dem die vier Saiten gegriffen werden.

Das Griffbrett mündet über den Hals in die sogenannte Schnecke, das kunstvoll verschnörkelte Endstück, an dem sich die drehbaren Wirbel zur Saitenstimmung befinden. Den Klangkörper zieren rechts und links der Saiten zwei f-förmige Löcher, die den Schall freigeben. Während Geige und Bratsche über eine Kinnstütze verfügen, wird das Cello mithilfe eines Stachels am Boden fixiert. Auch in der Spielweise bestehen kaum Unterschiede: Die Finger der linken Hand formen die Töne, indem sie die Saiten über dem Griffbrett niederdrücken. Die Fingernägel müssen deshalb kurz gehalten werden. Die rechte Hand lässt das auf einen Bogen gespannte Rosshaar über die Saiten gleiten und versetzt die Saiten somit in Schwingung.

Obwohl Violine, Viola und Violoncello zur Subkategorie der Streichinstrumente gehören, lassen sich ihre Saiten auch - wie etwa bei einer Gitarre - zupfen ("Pizzicato"). Die Instrumente der Violenfamilie kommen als Soloinstrumente oder innerhalb von Ensembles von Kammermusik bis Orchesterwerk zur Geltung.

Nah verwandt mit den Instrumenten aus der Violen-Familie ist der Kontrabass - wenn er auch den "Viol-" Bestandteil im Namen vermissen lässt. Auch er wird wie das Cello mithilfe eines höhenverstellbaren Stachels am Boden fixiert. Allerdings muss der Bass aufgrund seiner Größendimension im Stehen oder auf einem speziellen Hochstuhl sitzend gespielt werden.

Der Kontrabass schlägt mehr noch als seine Verwandten aus der Violen-Familie eine Brücke zwischen den Musikstilen. Er ist im klassischen Orchester - wo seine Saiten meist gestrichen werden - zu Hause, aber in gleichem Maße auch in der modernen Jazz Combo. In letzterer hat sich die zupfende Spielweise durchgesetzt.

Klicken Sie hier, um zu den Kauftipps zu gelangen! Kauftipps Streichinstrumente