Tasteninstrumente
In der Kategorie der Tasteninstrumente ist das Klavier das bekannteste und am weitesten verbreitete Instrument. Ein jeder kann wohl zumindest das Paradestück "Flohwalzer" auf dem Klavier intonieren. Das Instrument hat seinen Ursprung im Clavichord und Cembalo der Barockzeit. Das moderne Klavier (synonym wird auch die Bezeichnung "Piano(forte)" verwendet, die ihren Ursprung in der neuen Möglichkeit des Laut-Leise-Spiels durch unterschiedlich festen Anschlag hat) entstand mit der Erfindung des Hammermechanismus um 1700: Anders als bei Saiteninstrumenten erzeugen die Finger nicht direkt den Klang, sondern mittels eines Tastendrucks, der einen Hammerschlag auf die jeweilige im Korpus verborgene Saite in Gang setzt. Der Klang entwickelt sich im hölzernen Resonanzkörper des Pianos (Kauftipp: Digital Piano). Die Tastatur, oder Klaviatur, besteht in der Regel aus 88 schwarzen (früher Ebenholz) und weißen (früher Elfenbein) Tasten. Die Tonhöhe ist anders als bei den Streichinstrumenten vorbestimmt. Ausdrucksvariationen sind lediglich über die Stärke des Anschlags oder die Betätigung der Pedalen (Dämpfung, Nachklang) möglich.
Elektronische Nachahmungen des Klaviersounds bieten Elektrophone wie Keyboard (Anbieter Keyboards) und Synthesizer. Das Klavier kommt vor allem als Begleitinstrument zum Einsatz, da es - anders als die monophonen Saiteninstrumente - das Spielen von Akkorden zulässt. Es besteht aber auch als Solo- oder Ensembleinstrument. Eine Sonderform des Klaviers stellt der Flügel dar, der sich lediglich durch die Anordnung des Rahmens vom Klavier unterscheidet. Darüber hinaus lässt sich der Deckel dieses "Grand Piano" öffnen, um dem Schall mehr Raum zu geben.
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