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Saiteninstrumente: Zupfinstrumente

Die Gitarre ist wohl das populärste unter den Zupfinstrumenten. Wer hat nicht schon einmal virtuos den Tennisschläger oder die "Luftgitarre" bearbeitet. Das Instrument hat seinen Ursprung in den frühen Hochkulturen Ägyptens. Die Kithara der griechischen Antike gilt als Vorläufer der modernen Gitarre. Sie fand schließlich ihren Weg nach Spanien, dem sogenannten Mutterland der Gitarre. Mit der Hippiezeit und dem Folk der 1970er erlebte die Gitarre einen Boom.

Mit der Gitarre verwandte Instrumente, die der Nord-Europäer gemeinhin mit Sommer, Sonne und Urlaub verbindet, sind Ukulele, Banjo, Mandoline und Balalaika. Das Instrument gliedert sich in einen 8-förmigen Korpus, einen Hals und einen Kopf. Auf der Vorderseite des Halses ist das Griffbrett angebracht, das durch Bundstäbchen in etliche Bünde unterteilt wird. Jeder Bund markiert einen Halbton. Punkte ("Dot-Inlays") aus Kunststoff oder Perlmutt erleichtern beim Spielen die Orientierung.

Eine Gitarre hat in der Regel sechs Saiten, die mit Hilfe von Wirbeln gestimmt und mit den Fingern der rechten Hand vor dem Schallloch gezupft werden. Der Daumen zupft eine der drei Basssaiten, Zeige-, Mittel- und Ringfinger verteilen sich auf die übrigen drei Saiten. Neben der Zupftechnik ist auch das "Schlagen" der Saiten geläufig. Um die empfindliche Haut der Fingerkuppen zu schonen, wird mit der Fingernagelseite gespielt. Die Fingernägel sollten dementsprechend kurz gehalten werden. Bei der Abwärtsbewegung formt die rechte Hand einen lückenlosen Block; nur der Daumen kommt bei der Aufwärtsbewegung als einzelner Finger zur Geltung. Da die Gitarre mit ihrer Einbuchtung auf dem linken Oberschenkel ruht, ist die linke Hand frei, die Töne zu greifen. Dabei zeigt der Hals ("die Mechanik") der Gitarre logischerweise nach links. Der Daumen der linken Hand ruht auf der Mitte der Rückseite des Halses bzw. des Griffbrettes. Die Finger werden entweder auf einzelne Saiten aufgesetzt oder erfassen beim sogenannten Barreéspiel mehrere Saiten auf einmal. Mit der Gitarre lassen sich sowohl solistische Melodien als auch begleitende Akkorde spielen. Sie kommt in der klassischen Musik, in der Volksmusik, in lateinamerikanischer Musik sowie im Rock, Pop und Folk zum Einsatz. Neben der klassischen Notendarstellung auf Notenzeilen existiert auch die Notierung in der Tabulatur, der zeichnerischen Nachahmung des Griffbretts. Man unterscheidet grundsätzlich drei Gitarrenarten: die Konzertgitarre, die (größere und lautere) Westerngitarre und die E-Gitarre. Während die ersten beiden Typen zur akustischen Klasse gehören, basiert die in den 1950ern populär gewordene E-Gitarre auf einem elektrischen Verstärkereffekt. Im Gegensatz zu Konzert- und Westerngitarre ist die E-Gitarre also nicht auf einen hohlen Klangkörper angewiesen. So existieren E-Gitarren mit vollständig massivem Korpus ("Solid Body") oder gar solche ganz ohne Korpus.

Der Bass stellt eine Mischform aus Kontrabass und E-Gitarre dar. Mit ersterem verbindet ihn die Anzahl von lediglich vier Saiten. Diese entsprechen den tiefen vier Saiten der Gitarre, die jedoch noch eine weitere Oktave tiefer gestimmt sind. Der Bass hat einen längeren Hals als die klassische E-Gitarre, ist somit größer und schwerer.

Kauftipp: E-Bässe

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