Kauftipps: Zupfinstrumente
- Planen Sie das nötige Zubehör ins Budget mit ein!
- Die Gitarre wird entweder im Sitzen oder im Stehen gespielt. In ersterem Fall ist die Anschaffung einer Fußbank (am besten höhenverstellbar) unabdingbar. Wird die Gitarre stehend gespielt, so bedarf es eines Gitarrenbandes, das um den Hals gelegt und an der Gitarre an den dafür vorgesehenen Knöpfen befestigt wird.
- Bei der Wahl der Schlagtechnik empfiehlt sich die Anschaffung eines sogenannten Pleks (kurz für Plektron oder Plektrum) aus Kunststoff oder Horn, das die Finger schonen soll. Es existiert in verschiedenen Stärken und Härtegraden. Außerdem ist - falls nicht schon von vorneherein vorhanden - die Anbringung eines Schlagbretts ("Pickguard") aus Kunststoff oder Holz zum Schutz der Holzdecke in Erwägung zu ziehen.
- Fällt die Wahl auf eine E-Gitarre, so muss selbstverständlich der Kauf eines Verstärkers und eines Verbindungskabels miteinkalkuliert werden.
- Investieren Sie in Schutz- und Pflegemittel!
- Sparen Sie nicht an einer stabilen Hülle, die das Instrument effektiv vor Feuchtigkeit und Temperaturextremen schützt (Eine korrekte Lagerung - fern von Temperaturextremen und Feuchtigkeit - ergänzt die schützende Hülle)!
- Legen Sie sich eine dem Instrument entsprechende Politur und ein geeignetes Tuch zum Auftragen zu (Je dunkler die Lackierung, desto häufiger muss die Gitarre poliert werden)!
- Achten Sie auf Spielkomfort, Klangqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis!
- Der Kenner spricht vom KO-Kriterium: Flagolett 12. Bund muss gleich normaler Ton im 12. Bund sein, sonst ist Gitarre unbrauchbar.
- Die Wirbel sollten sich leicht und flüssig drehen lassen.
- Western- und E-Gitarre verbindet die Wahl des Saitenmaterials. Ihre Saiten bestehen aus Stahl, während die Saiten der Konzertgitarre aus Nylon gefertigt sind. Die Saiten sollten weder zu nah am (Klirren & Schnarren!), noch zu weit weg vom (Kraftanstrengung!) Griffbrett angebracht sein.
- Gitarren existieren entsprechend den unterschiedlichen Altersklassen in verschiedenen Größenanfertigungen (1/2; 3/4; 4/4). Bei Westerngitarren sind sogar Frauenmodelle geläufig.
- Billige Konzertgitarren stammen zu 99% aus Fernost (Korea, Indonesien und China). Sie sind teilweise unter €100 zu erstehen. Gitarren europäischen Ursprungs sind mit einem Preis über €500 deutlich teurer. Eine Zwischenlösung bieten günstige Gitarren aus Osteuropa. Billige Gitarren bestehen aus geleimten Sperrholzlagen, teurere aus
massivem Holz wie, Fichte, Zeder oder Mahagoni. Diese Materialunterschiede sowie Unterschiede in der Verarbeitung äußern sich in der Klangqualität. Aber Vorsicht: Dank einer dichten Lackierung ist Sperrholz nicht immer als solches zu erkennen. Billige Instrumente werden zudem industriell produziert, während teurere Instrumente handgefertigt sind.
- Ein Aufkleber im Inneren des Korpus auf Höhe des Schalllochs gibt Aufschluss über den Hersteller (z.B. Modellbezeichnung, Seriennummer, Herkunftsland, Baujahr, Unterschrift des Herstellers).
- Westerngitarren sind in der Regel deutlich teurer als Konzertgitarren. Yamaha stellt Westerngitarren aller Preisklassen her - beginnend bei €100-Modellen
- Die Könige unter den E-Gitarren sind Instrumente der Hersteller Ibanez, Fender und Gibson; aber auch in der Kategorie E-Gitarre gibt es Einsteigermodelle ab €150.
Kauftipp: E-Gitarren
- Sonstige Vorüberlegungen:
- Die Konzertgitarre ist das optimale Einsteigermodell für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren. Sie ist leichter, ihre Saiten sind weicher, das Griffbrett ist breiter und die Saiten sind somit sauberer zu greifen als die der Western- und E-Gitarren.